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Fünf - Kleine - Engel - Seite
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Die Gedichte sind Wegzeichen auf
der Wanderung durch das Leben.


Wegzeichen


Die Straße

Straße der Gedanken,
so schmal und alt.
Voll mit vielen Kranken,
ganz ohne Halt.
Hier gehen sie und wanken,
allein und schwer.
Niemand denkt ans Danken,
ihr Herz ist leer.
Sie sind dem Tode zugeneigt,
weil sich kein Ende zeigt.


Hoffnung

Stürme gehen übers Land,
die Sonne schwindet.
Wer reicht mir eine Hand -
ob man sie findet?
Mein Denken ist allein
in dieser Stunde.
Möcht' es doch anders sein,
mein Gott gib neue Kunde!


Nahtodlicht

Ich seh' dich ganz von fern.
Gilt das Leuchten mir?
Bist du mein guter Stern?
Wärst du doch hier!
Dein Strahl ist voll von Glück,
im Leuchten Wärme.
Da möcht' man nimmer mehr zurück,
ich hab dich ja so gerne!


Tränen des Vergangenen

Tränen des Vergangenen,
verflüchtigt in der Luft.
Stille steht in dieser Gruft.
Stumme Worte -
verebben in der Einsamkeit!

© Ludwig Szopinski